Wird das Gehör zunehmend schlechter, treten auch Missstände zu Tage, die Guthörende meist gar nicht beachten – angefangen von fehlenden Induktivanlagen bis zu den «Schreckensreferenten», welche die Leinwand statt die Zuhörenden anschauen.
Mit der terzScout-Umfrage möchte pro audito schweiz als national grösster Hörbehindertenverband zusammen mit der terzStiftung die Bevölkerung der Schweiz für Hörprobleme sensibilisieren. Mit der Teilnahme an der terzScout-Umfrage können sich Menschen mit Hörproblemen direkt zu Wort melden und so wichtige Informationen zu ihrem «hörbehinderten Alltag» geben.
Wer nicht mehr so gut hört, kann wohl ein Lied von jenen Hör-Barrieren singen, mit denen man im Alltag konfrontiert wird. Oft fatal für Hörbehinderte sind Gegensprechanlagen an Bürogebäuden oder auch im privaten Umfeld. Man versteht vielfach nicht mehr als leises Gekrächze. Eine der häufigsten Klagen vieler Hörbehinderter sind schlecht verständliche Lautsprecherdurchsagen in Warenhäusern, an Bahnhöfen, im Zug und in den Bussen.
Die meisten normalen Telefone sind nicht auf Hörprobleme ausgelegt. Hier gilt es also, die Augen und Ohren offen zu halten. Im Handel sind spezielle auf Hörprobleme zugeschnittene Telefone erhältlich, genauso wie Wecker – denn die üblichen Warenhauswecker sind meist wenig geeignet für Menschen mit Hörproblemen. Bedauerlicherweise ist sogar in Neubauten immer noch oft die Raumakustik problematisch. Achtet ein Architekt nicht darauf, diskriminiert er automatisch viele Hörbehinderte. Es wäre ganz einfach, wenn in öffentlichen Räumen von Anfang an induktive Höranlagen installiert würden oder wenn die bestehenden Anlagen immer wieder einmal auf ihre Funktion hin überprüft würden. An Post- und Bankschaltern fehlen in aller Regel nach wie vor induktive Höranlagen, welche die Gespräche mit Hörbehinderten stark vereinfachen würden.
Schlechte Artikulation
In Vorträgen und Sitzungen herrscht vielfach die Unsitte, sich von den Zuhörenden abzudrehen, um etwa die eigene Power Point Präsentation zu kommentieren. Jemand, der nicht mehr so gut hört, wird deshalb kaum die Hälfte des Vortrags verstehen. Sogar bei Fernseh- und Nachrichtensendungen hapert es immer wieder mit der guten Aussprache. «TV-Moderatoren», so beklagen sich hörbehinderte Menschen regelmässig, «haben oft eine schlechte Artikulation oder sprechen teilweise sogar mit dem Rücken zur Kamera…»
Mit der terzScout-Umfrage sollen weitere Alltagsprobleme aufgedeckt werden, mit denen Menschen, die nicht mehr so gut hören, Tag für Tag konfrontiert sind. Machen Sie mit, jede Stimme ist wichtig, um den alltäglichen Missständen den Kampf anzusagen. (khr)
Herzlichen Dank für Ihren wertvollen Beitrag.
terzStiftung und pro audito schweiz
Aufruf zum Meinungsaustausch
pro audito schweiz und die terzStiftung wollen solche Situationen aufzeigen, die hörbehinderten Menschen Schwierigkeiten bereiten. Was viele stört, sollte behoben werden: Ziel ist die Verbesserung der Lebenssituation von Hörbehinderten in der Schweiz durch gezielte Veränderungen gemäss den Erkenntnissen aus den Erfahrungsberichten der terzScouts. Ziel ist aber auch, auf positive Beispiele hinzuweisen.
Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen und nehmen Sie bitte an unserer Abstimmung teil (siehe rechte Spalte).
Die Auswertungen werden direkt in die Arbeit der «parlamentarischen Gruppe für Menschen mit Hörbehinderung» einfliessen.
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51 Antworten bis jetzt ↓
1 Susan Kronenberg // Mrz 31, 2010 at 19:04
Zusätzlich zu den erwähnten “Fallen” für Nichtverstehen: Auf dem Tel.Beantworter die Aufforderung eines sehr rasant sprechenden Disponenten “Bitte rufen Sie die Nr. …. an”. Ich musste dreimal abhören, bis ich die Nummer verstand… Wie wäre es mit einer kurz angekündigten langsameren Wiederholung? Dann kann man auch ganz schnell zum Schreibstift greifen neben dem Telefon.
Beim Zurückrufen im gleichen Geschäft: während der freundliche Herr meine Unterlagen sucht, klingt schwer ertragbar sehr laute Musik an mein linkes Ohr. Wenn schon Musik sein soll – sie muss mir ja nicht gefallen – sollte sie dezent sein in der Lautstärke.
2 Karl Tiefenbacher // Apr 9, 2010 at 11:56
Der Stephan Klapproth ist auch so ein Herr. Wenn er am Ende der Abendnachrichten der Sprecherin erklärt, was er in den Spät -nachrichten bringen wird, wendet er sich am Schluss seiner Ausführungen meistens ihr zu ,vom Mikrofon weg und verschluckt dazu noch den halben Satz. Das alles in einem rasenden Tempo. Der Kerl sollte mal einen Sprechkurs beuchen.
3 Frau A. Schneider // Apr 9, 2010 at 16:16
Vor 8 Jahren verlor ich durch eine Fehlbehandlung 4 Tage das Bewusstsein. Als ich wieder erwachte, waren Gehör und Augen sehr schlecht. Die Augen erholten sich wieder, das Gehör fast nicht. Seit
7 1/2 Jahren trage ich zwei Hörgeräte,(neustes Modell) die man nicht sieht und die mir sehr, sehr helfen. Auch mein Mann trägt eines und obwohl er keine Haare hat um darüber zu frisieren, sieht man das Hörgerät nicht. Ich kann nicht verstehen, warum gewisse Leute so lange zuwarten. Erfahrungsgemäss bringt es auch nicht viel jemanden zu überreden, denn es muss eine innere Bereitschaft da sein. Fehlt die innere Bereitschaft, so wird das Gerät nur kritisiert und wird dann nicht angezogen. Wir erlebten das mit einem Freund. Der sagt nun, es hätte mit dem Hörgerät zu viele Geräusche die ihn stören, sodass er nervös werde. Das ist ein sichres Zeichen, dass es schon zu spät ist, denn der Mann hat sich an eine gewisse Ruhe gewöhnt.
Mit freundlichen Grüssen
Frau A. Schneider
4 Buomberger Gallus // Apr 9, 2010 at 16:27
Mich stört die Hintergrundmusik im Fernsehen bei Programmansagen und in Filmen. Auch dürften einige Nachrichtensprecher und Korrespondenten deutlicher sprechen.
5 Graenicher Barbara // Apr 9, 2010 at 17:27
Ich trage seit 5 Jahren Hörgeräte und bin sehr froh, dass es diese gibt! Ich konnte vohrer kaum noch an Diskussionen teilnehmen. Man bittet, dass lauter gesprochen werde – nach 2 Minuten ist das wieder vergessen. Und dann sagt man oft “Ja”, wenns gar nicht passt….
Trotz Hörgeräten stört mich in Filmen und im Fernsehen die zu laute Hintergrundmusik. Und in den neueren Filmen wird so schnell gesprochen, dass ich oft nur die Hälfte mitbekomme.
Im Alltag aber habe ich dank der Hörgeräte keine Probleme mit der Kommunikation.
Ich rate allen, rechtzeitig abzuklären, ob ein Hörgerät sinnvoll ist. Auch ich kenne Beispiele, wo wohl Hörgeräte besorgt wurden, aber nicht getragen werden. Und es braucht einfach eine gewisse Zeit und immer wieder Anpassungen, bis ein Gerät wirklich zufriedenstellend funktioniert. Geduld ist anfangs gefragt!
6 Frau Clerc // Apr 10, 2010 at 18:09
Hörprobleme sind längst nicht mehr nur bei älteren Personen ein Thema. Ich bin 44 Jahre und trage seit 2 Jahren ein Hörgerät. Dabei habe ich von Anfang an ein auffällig blaues Modell gewählt und auch das Ohrteil ist blau und somit gut sichtbar. Heute trägt ja sowieso jeder etwas in den Ohren (MP3, I-Pod, Freisprech- und Bluetoothohrhörer etc.) Die grössten Probleme habe ich beim Telefonieren und mit den lauten akustischen Warnsignalen in der S-Bahn oder in Warenhäusern (z.B. Warensicherung an der Kasse) da gibt es sogar bei meinem optimal eingestellten Gerät störende Rückkoppelungen.
Ich rate allen Menschen mit Hörproblemen so schnell als möglich einen Arzt oder mind. den Hörakustiker aufzusuchen. Die Vorteile von gutem Hören überwiegen die Nachteile eines Hörgerätes bei Weitem.
7 Rolf Burri // Apr 10, 2010 at 21:02
Ich trage seit 5 Jahren ein Hörgerät und bin damit zufrieden. Mein Problem ist der Handy- Klingelton, den ich leider sehr laut einstellen muss. Dies stört meist die anderen Personen. Hier sind Handy- und Hörgeräte-Hersteller gefordert etwas Kompatibles auf den Markt zu bringen. Denkbare Lösung: Handy aktiviert das Hörgerät via Induktionsspuhle(?). Es gibt sehr viele Senioren mit Handy – Tendenz sicher stark zunehmend.
8 Res v. Bergen // Apr 11, 2010 at 14:44
Ich habe eine Frage? Wäre es nicht möglich beim Fernsehen einen Kanal zu machen, der nur die Sprache überträgt und die Hintergrund Musik und Geräusche bei den Dialogen ausblendet.
9 terzStiftung // Apr 11, 2010 at 15:00
Sehr geehrter Herr von Bergen
Besten Dank für Ihre wertvolle Frage. In unserer Funktion als “Generaldienstleister” hat die terzStiftung dies gerne für Sie abgeklärt. Im Anschluss finden Sie die Antworten des Schweizer Fernsehens und von Swisscom:
Bitte hier klicken.
10 Hans W. Lüthi // Apr 11, 2010 at 23:24
Mein gegenswärtig einziges Hörproblem besteht in der sog. “Cocktailtaubheit”. In Gesellschaft, z.B. wenn eine Gruppe zusammensteht und kreuz und quer diskutiert, oder an einem grösseren Tisch, wenn die Gespräche sich kreuzen, habe ich Mühe, mein direktes Gegenüber zu verstehen. Das wirkt ermüdend und entmutigend. Bereits dreimal habe ich bei diversen Hörberatern Geräte ausprobiert, ohne Erfolg. Die Technik sei noch nicht so weit, sagte man mir. Hat jemand diesbezüglich bessere Erfahrung gemacht?
11 Erich Neuenschwander // Apr 12, 2010 at 10:51
TV und Radio ist für mich nichts! Ich habe eine Hochtonschwerhörigkeit und Simultanübersetzungen und Sprechen zu Musik verunmöglichen mir jegliches Verstehen. Im Theater war ich schon lange nicht mehr und Kino ist nur mit Untertiteln verständlich.
Ich wünschte mir Kinos und Theater mit FM und/oder Ringleitung, sowie Kulturangebote, die von der Klangqualität her so top sind, dass sie auch von stark hörbehinderten Menschen genossen werden können.
12 Ruggaber Christa // Apr 12, 2010 at 14:46
Mein Hörproblem tritt trotz guter Einstellung der Hörhilfe vor allem in Umgebeung mit viel Fremdgeräuschen auf, Aperos, grössereTischrunden erscweren eine Teilnahme am Gespräch sehr. Trotz neuester Technologie bleibt es ein Hilfsmittel.
Der Preis der Hörgeräte: er ist sicher hoch, aber man darf auch nicht vergessen, dass die ganze Nachbetreuung, jede Einstellungskorrektur etc in der Regel im Preis eingeschlossen sind.
13 M. Kühnle // Apr 12, 2010 at 19:09
Guten Tag, gerade habe ich meine Hörfähigkeit prüfen lassen. Sie ist angeblich für mein Alter (68) ausgezeichnet. Trotzdem habe ich Probleme, wenn um mich herum viele Geräusche sind, mehrere Personen auf einmal reden, in Mundart gesprochen wird, die Lautstärke in Kinos und auch bei TV Sendungen automatisch hochfährt und zudem meistens Spannung steigernde Musik oder Tongeräusche eingeschaltet werden, die die Sprecher übertönen. Bei Veranstaltungen, gemütlichen “Hocks” u.ä. halte ich mich immer am Rande auf, um wenigstens Gespräche mit den Nächsten verstehen und mitführen zu können.
14 Hans Moser // Apr 12, 2010 at 19:18
Ich erlitt als Siebenjähriger eine Mittelohrentzündung – es war die erste einer ganzen Serie -, die zu einem Gehörschaden führte. Anfänglich merkte ich davon kaum etwas. Meinen Eltern fiel auf, dass ich auf ihre Anweisungen, Fragen oder Mitteilungen oft nicht reagierte. In der Schule schien es, ich höre alles, was gesagt wurde. Ob dies stets zutraf, weiss ich nicht mehr.
Während meiner beruflichen Tätigkeit erlebte ich, dass sich meine Gesprächspartner hin und wieder beklagten, ich höre ihnen nicht zu, sei unaufmerksam und beantworte oft ihre Fragen nicht oder falsch.
Es ist jetzt gut zwanzig Jahre her, als ich wieder eine beidseitige Mittelohrentzündung erlitt. Diese führte nun zu einem starken Hörverlust. Der Ohrenarzt nahm Audiogramme auf und stellte fest, dass ich auf Hörgeräte angewiesen sei. Ich musste mich bei der IV anmelden, und diese bewilligte und finanzierte zu einem grossen Teil die Beschaffung von zwei Hörgeräten.
Jetzt verfüge ich über die vierte Garnitur derselben. In der Leistungsfähigkeit sind sie erheblich stärker als die bisherigen, und ich meine, mit ihnen praktisch alles Gesagte zu verstehen. Meine Frau sagt allerdings, es komme dennoch immer wieder vor, dass ich nicht reagiere, wenn ich angesprochen werde und manchmal auch offensichtlich falsch auf den sprachlichen Input reagiere. Mein Hörvermögen beträgt also auch mit Geräten modernster Technik nicht hundert Prozent.
Die Geräte haben ihren Preis. Sie sind für den «Normalen» irrsinnig teuer. Allerdings steckt natürlich einiges an Forschung und Entwicklung dahinter; ich frage mich aber doch auch, ob sich die Gewinnspanne der Hersteller noch im Rahmen des Anständigen bewege. Aber die Diskussion darüber führt auf ein weites Feld…
15 Regine Klett // Apr 14, 2010 at 13:38
Wie sehr zunehmende Schwerhörigkeit einen Menschen – und auch seine Umgebung – belasten kann, habe ich bei meinem Vater beobachten können, den ich in seinen letzten Jahren betreute. Durch ein wechselvolles Leben hatte mein Vater früh gelernt, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen und sie erfolgreich zu meistern. Entsprechend hielt er es auch mit dem Älterwerden. Er blieb bis ins hohe Alter geistig klar, die zunehmenden körperlichen Einschränkungen nahm er gelassen hin. Irgendwann wurde deutlich, dass seine Hörfähigkeit nachließ: Er fragte im Gespräch öfter mal nach, der Fernseher lief auf höherer Lautstärke, am Telefon sprach er nach und nach immer lauter. Als ihm das schließlich selbst klar war, wurde ein Hörgerät angeschafft, an das er sich nach und nach gewöhnte. So funktionierte die normale Kommunikation, es sei denn, das Ding versagte den Dienst. Dies kam in seinen letzten Jahren immer wieder vor. Für mich war das dann Alarmstufe rot. Mein Vater war nervös, ich war es ebenso, zunächst auch irgendwie unduldsam, weil wir uns plötzlich anschreien mussten. Bis ich begriff, dass hier keine böse Absicht dahinter stand, er mich lediglich nicht hören und verstehen konnte. Wie oft bin ich in jenen Jahren eilig mit dem Gerät in das nächste Fachgeschäft gegangen, um es reinigen, reparieren, neu einstellen zu lassen. Erst nach und nach stellte sich heraus, dass das Problem oft gar nicht am Gerät sondern an der Tatsache lag, dass sich im Gehörgang verstärkt Ohrenschmalz ansammelte, das entfernt werden musste. Irgendwann wusste das dann auch der betreuende Arzt, der für regelmäßige Spülungen sorgte. Dann ging es meinem Vater – und uns allen – wieder besser, Fernsehen und Radio allerdings interessierten ihn nun nicht mehr.
Viel mehr jedoch als der zunehmende Verlust des Gehörs traf meinen Vater die immer stärker nachlassende Sehfähigkeit. Für ihn, der es gewohnt war täglich Zeitungen, Magazine und Bücher zu lesen, der in betagtem Alter seine Fremdsprachenkenntnisse wieder auffrischte, war es die schlimmste Einschränkung , nicht mehr lesen zu können. Nachdem auch verschiedene Sehhilfen nichts mehr brachten, fügte er sich auch in dieses Schicksal, doch ab dann interessierte ihn das Leben kaum noch. Er starb mit 96 Jahren.
16 Kurt Graf // Apr 14, 2010 at 21:37
Ich bin als alter Artillerist hörgeschädigt und trage deshalb ein Hörgerät, das beste wie der Fabrikant meldet. Alles was hier erklärt wird, stimmt! – Bei Nebengeräuschen schliesst mein Gerät statt zu
unterdrücken, damit bin ich weg vom “Fenster”.
17 Barbara Wenk // Apr 21, 2010 at 16:24
Ich danke der terzStiftung von ganzem Herzen für die Aufschaltung dieser Umfrage.
Hörbehinderung kann erst mit der Sehbehinderung gleichgestellt werden, wenn wir Betroffenen selber dazu stehen. Wenn wir technische Hilfsmittel wie Ringleitungen und vermehrte Visualisierung fordern, wird mehr für uns getan. Wenn wir immer wieder Moderatoren und Referenten auf ihre Aussprache und das Abwenden vom Publikum hinweisen, werden diese sich eher ändern.
Es ist an uns selber die Hörbehinderung gesellschaftsfähig zu machen.
18 Klaus Jörg // Apr 26, 2010 at 14:13
Ich leide an einem relativ starken Tinnitus bei gutem Gehör. Dementsprechend habe ich Probleme mit der Nutz-Störschall-Diskriminierung. Sobald leute leise sprechen und zusätzlich eine tiefe Stimmlage haben, bekomme ich Probleme. Wenn ich die Leute darauf hinweise, geben sie sich kurz Mühe, fallen aber sehr rasch wieder in die alte Sprechweise zurück. Das ist für mich lästig und oft sehr nervend. Es erschwert z. B. sehr die Sitzungsleitung. Habe mir schon überlegt, ob ein Edulink der Firma Phonak Abhilfe schaffen könnte
19 terzStiftung // Apr 26, 2010 at 15:00
Sehr geehrter Herr Jörg
Besten Dank für Ihre wertvolle Frage. In unserer Funktion als “Generaldienstleister” hat die terzStiftung dies gerne für Sie abgeklärt. Im Anschluss finden Sie die Antwort von Phonak Schweiz:
Phonak Schweiz schreibt:
Das Produkt iSense (der Nachfolger von EduLink) erhöht zusammen zusammen mit einem Sender (z.B. ZoomLink+) den Signal-Rausch-Abstand. Dadurch wird ein besseres Sprachverstehen ermöglicht. Es müsste allerdings zuerst überprüft werden, ob beim Betroffenen ein Hörverlust besteht (z.b. im Hochtonbereich). Sollte kein Hörgerät nötig sein, so könnte iSense im konkreten Fall hilfreich sein. Die verschiedenen Mikrofon-Einstellungen des ZoomLink+ eignen sich für die unterschiedlichen Alltagssituationen: Mit der sehr gerichteten Einstellung “SuperZoom” verfügt der ZoomLink+ über eine aktive Lärmunterdrückung, die in lauten Situationen viele Vorteile bringen kann. Da der Umgang mit einem Tinnitus sehr individuell ist und sowohl von physischen Faktoren (z.b. begleitender Hörverlust) wie auch von psychischen Faktoren abhängig ist, ist auf jeden Fall eine Begleitung durch eine Fachperson angezeigt. Dies kann der Ohrenarzt oder auch der Hörgeräte-Akustiker sein.
20 Felix Urech // Apr 27, 2010 at 22:31
Ich bin ertaubt und höre nichts mehr. Eigentlich fehlt nicht viel, was für das Leben relevant ist. In den Läden komme ich gut durch, im Fernsehen hat es Untertitel und Gebärdensprach-dolmetscherinnen. Das Personal ist besser geschult in Bezug zur Hörbehinderung. Ich stehe zu meiner Gehörlosigkeit und geniesse die Ruhe im Lärm ringsum. Die Umfrage ist interessant, sie sollte auch Fragen zur Zufriedenheit beinhalten.
21 Otti Bolliger // Apr 28, 2010 at 07:40
Ich möchte einen Kommentar zu Ihrer Umfrage abgeben:
Wenn man Ihre erste Frage “Wie stark ist Ihre Einschränkung beim Hören?” mit “noch recht gut” beantworten kann, ist es schwierig, einige der folgenden Fragen sinnvoll zu beantworten, z.B. Fragen 7, 8 und vor allem Frage 15.
22 terzStiftung // Apr 28, 2010 at 10:00
Sehr geehrter Herr Bolliger
Die Umfrage, die aus einer Initiative unseres Kooperationspartners pro audito schweiz hervorgegangen ist, richtet sich zunächst an Hörbehinderte – unabhängig vom Alter.
Deshalb stellen wir die Fragen nach dem Grad der Beeinträchtigung und dem Umgang damit – und nicht Fragen, ob jemand noch – altersbezogen – vergleichsweise gut hört und zufrieden damit ist. An die Senior Scouts hatten wir uns mit der Bitte gewandt, diese Umfrage weiterzuempfehlen, falls sie selbst gut hören, aber jemanden kennen, der unter einer Höreinschränkung leidet. Wir meinen aber doch, dass die meisten Fragen für alle beantwortbar oder interessant sind, auch für diejenigen, die nur altersbedingt leichte Hörbeeinträchtigungen haben. Dass die letzte Frage (15) nicht für eine Antwort durch alle geeignet ist, verstehen wir. Hier möchte nicht jede/r antworten, und hier kann überhaupt nur jemand antworten, der in Frage 14 “meistens” oder “selten” geantwortet hat. Wer sich immer gegen Diskriminierung wehrt oder wer gar nicht zur Betroffenengruppe gehört, sodass er sich nicht gegen Diskriminierung wehren muss, der k a n n diese Frage nicht sinnvoll beantworten. Da ist es normal, dass hier viel weniger Antworten kommen als bei den anderen Fragen.
Dr. Thomas Meyer, Leiter Wissenschaft der terzStiftung
23 Monti Gian - Marco // Apr 28, 2010 at 16:21
Warum wird bei Übersetzungen am Fernsehen der Ton der Originalsprache nicht unterdrückt?
Man muss dann 2 Sprachen hören und das stört.
24 terzStiftung // Apr 28, 2010 at 17:00
Besten Dank für Ihre wertvolle Frage. In unserer Funktion als “Generaldienstleister” hat die terzStiftung dies gerne für Sie abgeklärt. Im Anschluss finden Sie die Antwort des Schweizer Fernsehens:
Technisch wäre es machbar, bei Übersetzungen die Originalsprache zu unterdrücken – zumindest bei den Sendungen, die SF selbst produziert. Allerdings gingen dadurch akustische Informationen verloren, die für eine authentische Darstellung der sprechenden Person wichtig sind: ihre Stimme, ihre individuelle Art zu sprechen und auch die Sprache per se. Ausserdem wäre ohne Originalton nur eine «fremde» Stimme aus dem Nichts (Fachausdruck: aus dem Off ) zu hören, die gar nicht zu den Lippenbewegungen, zur Gestik und Mimik der gezeigten Person passt. Das würde viele Zuschauerinnen und Zuschauer stark irritieren. Darum ist die Originalsprache immer im Hintergrund zu hören, während die Übersetzung als Zusammenfassung aus dem Off kommt. Zudem wird in den Sprechpausen der Off-Übersetzung der Originalton wieder auf das normale Niveau angehoben, um die sprechende Person möglichst authentisch darzustellen. So erschliesst sich dem Fernsehpublikum eine harmonische Einheit aus Bild und Ton. Dieses Verfahren, Over-Voicing genannt, ist auch internationaler Standard – insbesondere für Übersetzungen innerhalb von Informationssendungen und dokumentarischen Formaten.
25 Emil Baumann // Mai 6, 2010 at 09:46
Länger als ein Jahr hatte meine mittlerweile verstorbene Frau Hörgeräte ausprobiert, getestet. Sie war bei drei Hörinstituten (Anbietern) mit diversen Geräten von verschiedenen Herstellern. In der Seriosität der Beratung zu den angebotenen Hörgeräten zeigte sich, wer mehr Erfahrung hatte. Erst das 3. Hörinstitut fand ihr Vertrauen: Beratung, Produkt und natürlich auch der Preis stimmten hier. Es gibt im Preis grosse Unterschiede. Krankenkassen resp. AHV übernehmen einen Teil der Kosten. Unbedingt sollte man einen Kostenvoranschlag einholen!
Es beginnt beim Ohrenarzt, der die Diagnose stellt, was die Ursache der Hörbehinderung ist. Ist der Hörverlust ein medizinisches Problem, das behandelt werden kann, oder steht die Notwendigkeit eines Hörgerätes an? Zeigt die Untersuchung links oder rechts (in Prozent) die grössere Beeinträchtigung? Dies gibt einen wichtigen Hinweis, ob ein oder zwei Geräte erforderlich sind. Grundsätzlich darf davon ausgegangen werden, dass die angebotenen Geräte der verschiedenen Hersteller von technisch hoher Qualitat sind.
Wichtig für die betroffe Person, für die ein Hörgerät unumgänglich ist, ist das Vertrauen in die Beratung zur Passform im Ohr, Grösse hinter dem Ohr, zur Handhabung, zum Einstellen der Lautstärke. Während der Testphase ist der Weg zum Akustiker für die Einstellung eines Hörgerätes oft mehrmals notwendig.
Hier muss man Vertrauen entwickeln und sich selbst die notwendige Zeit geben.
Emil Baumann, Grub SG
26 Marlies Walther-Karrer // Mai 7, 2010 at 09:52
Mit Hörverlust umzugehen ist wirklich nicht einfach! Ich stehe zu meinem Hörverlust und versuche meinen Mitmenschen immer wieder zu erklären, dass ich sie nur verstehe, wenn man mich direkt anspricht, d.h. nicht in eine andere Richtung spricht. Einige begreifen es und nehmen entsprechend Rücksicht, anderen hingegen kann ich es x-mal erklären und es klappt trotzdem nicht.
Damit ich Referenten gut verstehe, gehe ich frühzeitig an die Veranstaltung, um möglichst weit vorne zu sitzen. Doch trotz den neusten Hörgeräten beeinträchtigen Nebengeräusche, wie z.B. Husten, mit Papier rascheln etc., das Verstehen sehr stark. Bin ich sehr froh, wenn eine Freundin dabei ist, damit ich fragen kann, wenn ich etwas nicht verstehe.
Ideal sind Museumsführungen mit Kopfhörern, dann muss ich mich nicht immer vordrängen und Erklärungen abgeben.
Für meine neuen Hörgeräte habe ich mir einen Zusatz bestellt, das den Ton der Fernseh- und Radiosendungen direkt auf mein Hörgerät überträgt.
Man/Frau darf einfach den Mut nicht verlieren und lernen mit der Hörbehinderung umzugehen.
27 Monti Gian - Marco // Mai 7, 2010 at 10:02
Mit dem Thema Hörbehinderung lassen sich keine, politische Schlachten gewinnen und damit
der polit. Sitzplatz behalten werden kann, muss
man sogenannte “wichtigere” Themen anpacken.
28 Gudrun Kaiser // Mai 7, 2010 at 10:30
Ich finde Ihre Umfrage sehr sinnvoll. Das meiste, das ich auch zu sagen hätte, wurde bereits beschrieben. Meine 103-jährige Mutter Hat seit 10 Jahren ein Hörgerät, und den Kummer mit der Pflege kenne ich auch.
Meine sogenannte Cocktailkrankheit und die Tatsache, dass ich manchmal etwas falsch verstehe, was besonders zur Belustigung meiner Enkelkinder führt, haben mich bisher nur am Rande gestört. Doch ich weiss aus den Erfahrungen bei meinen Geschwistern und meiner Mutter, dass eine frühzeitige Hörhilfe die Hörfähigkeit dauerhafter erhält.
Ihre Umfrage also hat mich ermutigt, Akustiker aufzusuchen und das Problem in Angriff zu nehmen. Besten Dank
29 Graenicher Barbara // Mai 7, 2010 at 10:55
Ich trage seit 5 Jahren beidseitig Hörgeräte. Und bin dankbar und froh, dass es diese Hilfsmittel gibt. Anfangs hatte ich grosse Mühe, dachte, wenn ich allein zuhause bin, muss ich ja wirklich dieses Hilfsmittel nicht trage. Es dauerte entsprechend lange, bis ich mich daran ge wöhnt hatte. Meine Hörakustikerin überzeugte mich, dass ich die Hörgeräte – wie die Brille – morgens an- und abends wieder ausziehen sollte. Erst als ich diesen Rat befolgte, konnte ich den Nutzen der Hörhilfen wirklich geniessen! Ich kenne verschiedene Menschen, die ihre Hörgeräte in der Nachttischschublade versorgen – behautpten, sie hörten ja noch gut – und die Hörgeräte seien zu laut, ungewohnt etc.
Und mit ihnen zu sprechen braucht Kraft und Stimme und ermüdet sehr…
Es dauert einige Zeit, bis alles so eingestellt ist, dass es stimmt. Dieser Aufwand lohnt sich aber!!
Nun sind neue Hörgeräte fällig. Meine trennen nicht mehr scharf und ich habe vermehrt Mühe, sehr rasch sprechende Menschen zu verstehen. Ich freue mich auf die neue Generation Hörgeräte – die machen scheints noch viel mehr ganz von selber….
30 Erwin Wyss // Mai 9, 2010 at 16:28
Ich trage seit zwanzig Jahren ein Hörgerät. Das Hörgerät ist für mich eine Hörhilfe, jedoch kein Ersatz für das menschliche Ohr. Was ich noch weiter vermerken möchte: bei Fernseh- und Radiosendungen verstehe ich die Sprache relativ gut, ist jedoch die Sprache mit Musik unterlegt, so ist die Musik stets zu laut, so dass man die Sprache nicht mehr versteht. Kommt die Sprache abwechslungsweise mit Musik vor, ist die Musik immer zu laut, so dass ich ständig die Lautstärke regulieren muss.
31 Züllig Lilly // Mai 30, 2010 at 14:31
Batterien: Ich verstehe nicht, weshalb es für Hörgeräte keine Batterien gibt, die länger benutzbar sind, als nur ca. 1 Woche. Im Zeitalter der Microtechnologie sollte dies doch möglich sein, wie bei Uhren.
Zudem sind im Ohr-Geräte für Personen mit feineren (kleinen) Ohren nicht anwendbar. Auch dies finde ich sehr schade und wäre doch sicher lösbar.
32 terzStiftung // Jun 1, 2010 at 12:00
Sehr geehrte Frau Züllig
Besten Dank für Ihre wertvolle Frage. In unserer Funktion als “Generaldienstleister” hat die terzStiftung dies gerne für Sie abgeklärt. Im Anschluss finden Sie die Antwort von Phonak Schweiz:
Bitte hier klicken.
33 Werner F. Nachtnebel // Jun 8, 2010 at 13:40
Der Hörsturz wird auch als ‘Infarkt des kleinen Mannes’ bezeichnet. Während aber praktisch alle über den Herzinfarkt Bescheid wissen, ist das Wissen über den Hörsturz gleich Null.
Mich beschäftigt zunehmend die Frage, wie man die Bevölkerung aufklären könnte, denn bei richtigem Vorgehen kann man sich ein Hörgerät sparen, was eigentlich auch für die IV von Interesse sein müsste.
Ich hatte vor gut 5 Jahren einen Hörsturz. Eines Morgens konnte ich nicht mehr wie gewohnt telefonieren, weil ich mit dem linken Ohr nichts mehr hörte. Sofort rief ich einem Bekannten an, der Ohrenarzt ist, Klarinette spielt und den ich vom Musik machen her kenne.
Ich erzählte ihm, was mir fehlt und er gab mir einen Termin für eine Untersuchung 14 Tage später. Da war es dann leider schon zu spät und nichts mehr zu machen.
Hätte ich damals gewusst, was ich erst später erfuhr, wäre ich sofort ins Spital gefahren und hätte mich unverzüglich behandeln lassen. Eine Bekannte, ebenfalls Musikerin, hat periodisch Hörstürze, kommt dann ins Sauerstoffzelt und erhält kreislauffördernde Mittel. Bis heute konnte ihr jedesmal geholfen werden.
Ich bin seither auf ein Hörgerät angewiesen. Dank meinem Nichtwissen und der falschen Beurteilung des Ohrenarztes.
Beim Musizieren versuche ich mich möglichst links zu platzieren, damit ich auf das Hörgerät verzichten kann, weil es Rückkopplungen bei der Verstärkeranlage verursacht und auch einen störenden hohen Ton abgibt.
Mit besserer Aufklärung liesse sich diese massive Einschränkung an Lebensqualität sicher in vielen Fällen vermeiden. Auch das beste Hörgerät kann das verlorene Gehör nicht ersetzen.
Freundliche Grüsse
Werner F. Nachtnebel
34 Kurt W. Ruchti // Jun 13, 2010 at 13:41
Gehe gegen die 70 Jahre. Höre nach meiner persönlichen Beurteilung und gemäss Hörtest noch recht gut. Vor einigen Jahren hörte ich am Morgen beim Erwachen an einem Ohr nichts mehr. Einmal war Wasser im Mittelohr, das zweite Mal ein Hörsturz auf Grund einer Entzündung. Bei beiden Vorfällen konnte ich noch am gleichen Tag zum Arzt. Er konnte mich in beiden Fällen, dank sofortigem Eingriff, mit Erfolg behandeln, ohne bleibenden Schaden. Ich musiziere weiterhin fast täglich auf meinem Keyboard und brauche hoffentlich noch recht lange kein Hörgerät.
35 Monti Gian - Marco // Jun 14, 2010 at 16:25
Die Befragung zum gut Hören scheint vorbei zu sein. Wenn nicht , so soll man einklicken?
Was wird mit den Resultaten gemacht?
Welche Aktivitäten folgen daraus?
Wie werden die Erfolge od. Misserfolge
kontrolliert und mitgeteilt?
Wird immer wieder nachgehackt?
36 terzStiftung // Jun 15, 2010 at 10:00
Sehr geehrter Herr Monti
Wir freuen uns über die rege Beteiligung an der Umfrage und die zahlreichen persönlichen Kommentare, die bereits hinterlassen wurden. Wir werden diese Umfrage noch einige Wochen aufgeschaltet lassen. Der Hörbehindertenverband pro audito wird das Thema in seinen Medien weiter aufgreifen, z.B. im Magazin “dezibel”. Die Auswertungen fliessen direkt in die Arbeit der “parlamentarischen Gruppe für Menschen mit Hörbehinderung” ein. Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter folgendem Link: http://www.pro-audito.ch/
Jürgen Kupferschmid, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der terzStiftung
37 Christen Rolf // Jun 23, 2010 at 17:20
Ich leide an einer sehr starken Schwerhörigkeit seit 48 Jahren infolge Schiesstrauma (Pistole) im Militär. Dank Hörgeräteversorgung der Militräversicherung konnte ich mich in meinem Beruf gleichwohl weiterentwickeln. Das grösste Problem ist für mich der Lärm, der sich vor allem in Restaurant negativ auf die Verständlichkeit auswirkt. Schade ist z.B., dass der Kursaal in Bern über keine Ringleitung verfügt. In dieser Beziehung sollte bei Neu- und Umbauten auf dieses Problem einer fehlenden Ringleitung für die Hörbehindertenhingewiesen werden.
38 Erika Müller // Jun 27, 2010 at 15:38
Die wichtigste Massnahme, damit sich die Moderatoren verbessern sind nicht einfach nur gute Artikulation und keine Silben verschlucken. Mindestens so wichtig sind
– Sprechen in schweizerischem Tempo (die meisten Deutschen auf Schweizersendern sprechen viel zu schnell),
- Nationalität Schweizer oder Süddeutsche, da ich Nord- und Ostdeutsche kaum verstehe wegen ihrer andersartigen Aussprache und
genauso wichtig
- es sollten keine oder höchstens sehr sehr leise Hintergrundgeräusche vorhanden sein.
Ausserdem möchte ich noch anmerken, dass in öffentlichen Räumen vermehrt schallschluckende Decken und möglichst viel Textilien (dicke Vorhänge, Kissen, Polster etc.) vorhanden sein sollten. Seit die Zeit der Spannteppiche vorbei ist, gibt es kaum ein Restaurant, in dem ich mich entspannt unterhalten kann.
39 Ruggaber Christa // Jul 8, 2010 at 08:55
Guten Morgen
Ich habe versucht an der Umfrage teilzunehmen
aber offenbar ist sie abgeschlossen.
Hörbehinderung: Ich denke da gibt es genau wie bei Sehbehinderung nur eins, sich um ein gutes Hilfsmittel kümmern. Dass es immer ein Hilfsmittel bleibt und nie die volle Hörqualität erbringen kann bei allen technischen Fortschritten, dass ist ganz klar und das weiss ich aus eigener Erfahrung. Es schränkt vor allem bei Diskussionen in akustistisch nicht so gut ausgerüsteten Räumen sehr ein.
Aber auf Bahnhöfen verstehen selbst gut hörende Menschen die Ansagen nicht je nach Lautsprecheranlage und geschulter Stimme des Ansagers.
Ich denke , man muss selber viel dazu beitragen und es braucht auch viel mehr Konzentration in der Kommunikation und im öffentlichem Raum, um alle akustischen Signale aufzunehmen.
40 Regula Imboden // Jul 8, 2010 at 10:59
Meine Hörgeräte sind nahezu perfekt – ich bin sehr glücklich damit.
Zum Klavierspielen oder in Konzerten ziehe ich das Gerät aus (Ton zu laut und zu “technisch”), und wenn viele Menschen zusammen sind, habe ich manchmal “Überlaut-Probleme”, da die Technik für solche Fälle noch keine ideale Lösung gefunden hat.
Ich rate allen Menschen mit Hörproblemen, nicht lange zuzuwarten, sondern sich rasch Hilfe zu holen. Die Lebensqualität steigt MIT Hörgerät enorm!
41 Fässler Martin // Jul 10, 2010 at 10:09
Es wäre wichtig, dass sich alle Hörbehinterten zu ihrem handicap bekennen und ihre Umgebung davon wissen lassen. Sich nicht scheuen nachzufragen. Verminderte Hörfähigkeit ist heute wohl ebenso verbreitet wie Kopfweh, nur stehen nicht alle Betroffenen dazu. Das Tragen eines Hörgerätes muss zur Normalität werden, wie Rauchen und Biertrinken!
42 peter steinmann // Jul 17, 2010 at 09:00
Ein Hörgeräte Träger / in möchte vielleicht ein gutes Design ( Quasi Ohrschmuck ), was zur Akzeptanz vom Träger/in und Umfeld besser beitragen würde. – Slogan – Ich bin eine reife Peröhnlichkeit und IN dies zeige ichdurch meinen Ohrschmuck !
Anregung an Geräte Hersteller : Geräte nicht möglichst unaufällig zu gestalten, eher umgekehrt.
Ich trage ein Produkt vom” Porsche” design oder
Yves St Laurent ??
43 Wiskerke Hubrecht // Jul 19, 2010 at 22:02
Warum muss die organiesierte Lärm (Guthörenden sagen dem scheinbar Musik) in den TV – Filmen überhaupt sein? Ich höre TV mit Kopfhörer um mein Umfeld nicht zu stören und verstehe trotzdem die Filmsprache nicht. Habe deswegen schon NR Toni Bortuluzzi kontaktiert, er ist ja wie ich auch auf Hörhilfen angewiesen. Doch aus dieser Warte passiert auch nichts!
44 Christian Ruetsch // Aug 13, 2010 at 10:13
Ich habe mir voller Erwartungen eines der neusten Flach-TV-Modelle mit Wandmontage gekauft. Nachdem ich das Gerät nach etlichen Versuchen und tel. Rückfragen beim Händler mühsam in Betrieb setzen konnte (Bedienungsanleitungen gibt es ja keine mehr, alles muss am Gerät on-line “ge- oder erfunden” werden !), war ich vom Ton masslos enttäuscht: Nur 2 extren kleine Lautsprecher auf der Geräte-Rückseite nach hinten zur Wand, nur ein Tief- resp. Hochton kann geringfügig angepasst werden.
Nach etlichen untauglichen Versuchen zur Verbesserung der Tonqualität mit zusätzlichen Aktiv-Lautsprechern oder Kopfhöhrern habe ich mir ein teures Sorround Air Track-System anschaffen müssen, um einen einigermassen verständlichen Ton zu haben.
Interessanterweise ist das System vom gleiche Hersteller wie das Fernsehgerät….
Aber auch mit diesem Zusatzgerät kann das Thema “Hintergrundmusik” nicht geöst weden..
45 Heinrich Elmer // Aug 20, 2010 at 12:37
Bin 83 und habe seit ca. 18 Jahren Hörgeräte. Fürs Fernsehen habe ich mir eine Sennheiser-Ausrüstung gekauft. (Drahtlose Uebertragung) Da brauche ich die Hörgeräte nicht, und verstehe (fast) alles sehr gut.
Ins Kino und ins Theater gehe ich nicht mehr, da ich praktisch nichts verstehe. Den letzten Film mit Till Schweiger habe ich in der Pause verlassen, wieder nichts verstanden. Gibt es irgendwo eine Liste der Kinos und/oder der Theater, die mit Ringleitungen ausgerüstet sind ?
Im Dezember erhalte ich, nach den obligaten 6 Jahren Wartefrist, neue Geräte. Wenn diese so gut sind, wie die Reklame verspricht, kann ich mich ja darauf freuen. Lautsprecherdurchsagen in Bahnhöfen verstehe ich überhaupt nicht. Vielleicht wäre es besser, wenn die zuständigen Stellen mehr Lautsprecher, aber weniger laut einsetzen würden. Heinrich Elmer, Bonstetten
46 terzStiftung // Aug 27, 2010 at 10:55
Sehr geehrter Herr Elmer
Besten Dank für Ihre wertvolle Frage. In ihrer Funktion als “Generaldienstleister” hat die terzStiftung dies gerne für Sie abgeklärt. Im Anschluss finden Sie die Antwort des Geschäftsleiters von ProCinema, René Gerber:
Bitte hier klicken.
47 MAGNIN Gilbert // Sep 30, 2010 at 16:17
1 – La traduction en français n’est pas facile à (entendre) comprendre!
2 – Je n’entend rien de l’oreille droite et 80% de l’oreille gauche. Je dois toujours chercher à me placer à la droite ou en face de mon ou mes interlocuteurs. Ce n’est souvent ni simple et parfois mal accepté.
Dans certains cas, on fait semblant d’avoir compris et on va voir ailleurs. On a parfois l’impression d’être “stupide”.
Si on constate que l’interlocuteur marque des signes d’impatience ou s’énerve, on peut essayer de lui expliquer notre difficulté. Il comprendra peut-être, mais pas pour longtemps.
Conclusion, on a facilement tendance à s’isoler.
48 Vera Schürch // Okt 21, 2010 at 18:17
Die Erfahrung, die wohl alle Hörbehinderten machen: Bittet man die Gesprächspartner / Vortragenden um deutlicheres (nicht unbedingt lauteres) Sprechen, geht es höchstens 3 Minuten gut, dann “flüstern” die Leute wieder. Besonders mühsam an Kursen etc.
49 Willi Kempf // Mai 27, 2011 at 00:54
Ich bin 74, gut hörend, meine Frau 76, mit schon ernstem Hörverlust. Sie trägt Hörgeräte (nicht die neueste Generation). Was ich nun feststelle, ist, dass meine Frau sich offenbar immer noch schämt, nicht alles verstanden zu haben. Deshalb fragt sie nicht nach!
Was hat dies nun zur Folge? Dasselbe, was ich bei anderen Hör-Behinderten ebenfalls feststellen konnte: Sie nehmen in Kauf, auf Grund von nicht geklärten Missverständnissen Fehler zu machen, die teilweise gravierend sein können. Sie werden so auch leicht Opfer von gewieften Verkäufern, da sie ja die wichtigen Dinge nicht nachfragen. Gibt es nicht Möglichkeiten, den von mir beschriebenen Betroffenen Kurse oder Anleitungen anzubieten, vielleicht sogar ihnen Mut zu machen, sich nicht in ihr Häuschen zurück zu ziehen?
50 Hanspeter Z'graggen // Okt 16, 2011 at 18:25
War stets der Meinung – noch sehr gut zu hören – doch allmählich häuften sich die Anzeichen: Schwierigkeiten, Instrumente bei einem Konzert voneinander unterscheiden zu können – Probleme wenn viele Menschen laut durcheinander reden – so an Festen und Clubtreffen – Kinder die die Lautstärke des TV stats eine Stufe runter stellen wenn ich es als angenehm empfinde. Ein Besuch erst bei einem Akustiker – dann beim Ohrenarzt zeigte die Notwendigkeit einer Hörhilfe. Da die Dinger heute so sensationell klein sind spricht kaum mehr etwas gegen ein Tragen.
51 KempDelores34 // Dez 12, 2011 at 01:47
All people deserve wealthy life and credit loans or just auto loan will make it much better. Just because freedom is grounded on money.
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